Chambinzky: „Achtsam morden“ … und das auch noch mit vollem Magen

Datum: 13.10.2023
Kamera: iPhone 12

„Achtsam morden“ im Chambinzky Würzburg

Das Jahr vergeht im Sauseschritt, in wenigen Wochen ist schon wieder Weihnachten. Es wird also höchste Zeit, die „Gutscheine“ vom letzten Jahr nach und nach einzulösen.

Am frühen Freitagabend laufen Uschi und ich zum Schwan in Kürnach. Der Gastraum füllt sich ab 17:30 zusehends. Ich gönne mir ein Schäufele. Die berechtigte Frage nach der Anzahl der gewünschten Klöße beantworte ich flugs mit “2“.

Es schmeckt wie immer sehr gut. Der Magen ist danach mehr als nur ausreichend gefüllt, der Weg zurück ins traute Heim quasi ein notwendiger Verdauungsspaziergang. Bevor wir mit dem Auto in Richtung Stadt Würzburg aufbrechen, gönne ich mir noch einen doppelten Ramazzotti. Habe mich doch etwas übernommen. Der zweite Kloß war’s …..

Uschi hat Karten für das Stück „Achtsam morden“, eine Kriminalkomödie nach dem Roman von Karsten Dusse“ im Chambinzky bestellt. Die Vorstellung ist ausverkauft. Wir sitzen in der letzten Reihe, bewahren sozusagen den Überblick.

Wirklich bequem sitze ich nicht, doch die Qualität des komödiantischen Drei-Personen-Stückes lässt mich die Schmerzen zwischendurch immer wieder vergessen. Nach mehr als einer Stunde Spielzeit die notwendige Pause, die wir, wie viele andere Gäste auch, im Freien vor dem Chambinzky, in der Valentin-Becker-Straße verbringen.

Nach gut zwanzig Minuten wird das höchst amüsante Stück fortgesetzt.

Gegen 22:30 fällt dann der Vorhang, das Publikum spendet Csaba Béke, Christina von Golitschek, Frido Müller den reichlich verdienten Applaus. Ihr Rollenwechsel während des Stückes, bei dem Hermann Drexler und Hanna Franke Regie führen, war großartig.

Es war ein wirklich ein schöner Abend! Dankeschön für Deine Einladung, liebe Uschi!

Randnotiz zum Chambinzky

Heute, am Freitag, den 13., erschien ein Beitrag in der Main Post, der sich mit der möglichen Schließung des Chambinzky am derzeitigen Standort auseinandersetzt. Eine Mietvertragsänderung wird in diesem Zeitungsartikel ebenfalls thematisiert, auch der Umzug in das zum 1.1.2024 frei werdende Würzburger Bockshorn

Bereits am 26.09.2023 ist in der Main Post ein Artikel zum Thema erschienen, der leider auch recht unverblümt die Arroganz der noch bis zum 31.12.2023 im Bockshorn tätigen Betreiber zeigt.

Bei allem Respekt vor dem Lebenswerk eines Mathias Repiscus und nunmehr ins Leben gerufener Petitionen Dritter, dass am Standort des Bockshorn nur wieder eine reine Kabarettbühne etabliert werden müsse, übersehen doch die derzeitigen Mieter der Immobilie, auch ihre Gefolgschaft, dass auch die Stadt Würzburg als Vermieterin ein Mitspracherecht hat.

Die Darstellungen vom Kulturreferenten des Stadt Würzburg sind nachvollziehbar, vor allem auch glaubhaft. Nicht die Stadt habe beschlossen, das Bockshorn aufzugeben, sondern das Ehepaar Repiscus.

„Ich finde es seltsam, dass der Stadt nun die Verantwortung zugeschoben wird. Das Bockshorn ist keine städtische, sondern eine private Bühne, die Stadt ist lediglich der Vermieter.“ 

Achim Könneke, Kulturreferent

Die Vorwürfe von Mathias Repiscus, 

„Die Stadt informiert mich nicht über den Vorgang des Ganzen, darüber bin ich sauer. Ich bin immer noch Kulturpreisträger der Stadt Würzburg und als solcher ist der Umgang mit mir eine große Sauerei“

zeugen am Ende seiner aktiven Zeit als Kulturtreibender leider von einer nur schwer erträglichen Arroganz.

Die in der Angelegenheit Chambinzky – Bockshorn in die Öffentlichkeit gelangte Kontroverse dürfte Achim Könneke in seinem Entschluss, für keine zweite Amtszeit in Würzburg zur Verfügung zu stehen, nur noch ein weiteres Mal bekräftigt haben.


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