Coronavirus: Auch Würzburg noch immer im Lockdown

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Würzburg – von der Spiegelstraße zum Würzburger Hauptbahnhof . Eine Elendsstudie am 29.01.2021 zwischen 8:25 und 8:50.
Kamera: iPhoneXR


Ein Augenarztbesuch am frühen Freitagmorgen, meine Augen werden getropft. Autofahren ist für die nächsten 24 Stunden nicht möglich, vor allem aber auch nicht erlaubt. Ich habe noch eine gute halbe Stunde, um von der Innenstadt zum Bahnhof zu laufen. Mit dem Smartphone halte ich fest, was meine vorübergehend etwas erweiterten Pupillen an diesem regnerischen Morgen wahrnehmen.

Vorab, es ist deprimierend.

In der Kaiserstraße herrscht Ausverkauf, auch die vergleichsweise neue Möblierung der “Prachtstraße” wird hier sicherlich keinen entscheidenden Impuls mehr setzen können.

“Würzburg macht Spaß”

Das Würzburger Stadtmarketing

Ein Slogan, der zwar nachhallt, irgendwie aber auch hilflos klingt. Ein Würzburger Stadtmarketing, das nicht vor allem auf Kommerz setzt, wird nun wichtiger denn je sein.

Am Bahnhofsvorplatz errinnert eine Kunstinstallation an die Deportation der jüdischen Bevölkerung während des 2. Weltkrieges..

Ansonsten öffnet sich die Fläche vor dem Bahnhof in ihrer ganzen Erbärmlichkeit. Von einem wahrnehmbaren Bahnhofsvorplatz kann seit dem Schleifen der beiden seitlich begrenzenden Pavillionreihen nicht mehr die Rede sein.

Ich gehe weiter zum Bussteig, um den Kürnacher Bus zu entern. Ein letzter Blick zum Hochhaus neben der Posthalle.

Die Zeit steht im Lockdown still. Vielleicht gibt es wenigstens etwas Hoffnung für die Posthalle Würzburg.

Nach dieser Elendsstudie freue ich mich auf’s Homeoffice.

Die Fotos sind nur zurückhaltend in Lightroom nachbearbeitet. Viele Fotos habe ich farbig belassen, die traurige Wirkung, die von ihnen ausgeht, benötigt meines Erachtens nicht noch den Farbentzug in hartes Schwarzweiß.

Auch dies wiederum Bilder meiner Heimatstadt, die depressiv machen können.



© Gerald Langer