World Press Photo 2025 in Kitzingen [Ausstellung] (29.03.2026)

World Press Photo 2025

Datum: 29.03.2026
Kamera: iPhone 15 Pro Max
Website https://www.worldpressphoto.org


Inhaltsverzeichnis

Jedes Jahr frage ich mich, wie es gelingen konnte, dass die World Press Photo Ausstellung in Kitzingen und nicht etwa in Würzburg Halt macht. Die Innenstadt von Kitzingen, wenn man die Mainseite ausblendet, bietet wahrlich nicht allzu viel Positives. Leerstand von Geschäften nehme ich von Jahr zu Jahr mehr wahr. Der sonnige Nachmittag lässt tatsächlich vieles schöner erscheinen als es tatsächlich ist.

Als Rentner müssen wir diese extrem stark besuchte Ausstellung ebenfalls mit dem Rest der Interessierten Gäste am vorletzten Sonntag besuchen. Es ist ein Gedränge vor den Bildern, wie ich es bisher selten dort erlebt habe.

Die World Press Photo Ausstellung ist auch in diesem Jahr nach Kitzingen zurückgekehrt und macht die Rathaushalle vom 28. Februar bis 6. April 2026 erneut zum Schaufenster der besten Pressefotografie der Welt.

Bei freiem Eintritt und starken Bildern zu Konflikten, Migration und Klimawandel wird Kitzingen einmal mehr zum kleinsten, aber eindrucksvollen Hotspot dieses globalen Ausstellungs‑Netzwerks.

Jubiläum in der Rathaushalle

2026 feiert Kitzingen 20 Jahre World Press Photo vor Ort – seit 2007 ist die Stadt der einzige Ausstellungsort in ganz Bayern und zudem weltweit der kleinste Standort dieser renommierten Schau. Die Bilder sind in der Rathaushalle zu sehen, ergänzt durch besonders eindringliche Motive im Rathauskeller.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und sonntags sogar bis 20 Uhr.

Globale Geschichten in 150 Bildern

Gezeigt werden die Ergebnisse des World Press Photo Contest 2025, der jährlich die besten Presse- und Dokumentarfotografien aus aller Welt prämiert. Eine internationale Jury wählte aus mehr als 59.000 eingereichten Fotos von rund 3.800 Fotograf:innen aus über 140 Ländern die Gewinnerarbeiten aus, die nun auf der Welttournee auch in Kitzingen Station machen.

Themen: Krieg, Flucht, Klima

Inhaltlich widmet sich die diesjährige Ausstellung einigen der drängendsten Themen unserer Zeit: dem Krieg in Gaza und in der Ukraine, den gefährlichen Migrationsrouten in Nordamerika und Afrika sowie den Folgen des Klimawandels von Australien bis Deutschland. Die Fotografien zeigen zerstörte Städte, Menschen auf der Flucht, verwundbare Landschaften – aber auch Momente von Solidarität, Widerstandskraft und leisen Alltagsszenen inmitten der Krisen.

Kuratorin mit klarer Botschaft

Kuratiert wird die Kitzinger Ausstellung von Martha Echevarria, die betont, dass es ihr um weit mehr geht als um „schöne Bilder“.

Sie versteht World Press Photo als Einladung, Geschichten sichtbar zu machen, die sonst oft übersehen werden, und sie für alle zugänglich zu machen – unabhängig vom Geldbeutel, weshalb der Eintritt frei ist. Gerade in Zeiten politischer Spannungen und polarisierten Debatten sei der Zugang zu verlässlichen, vielfältigen Informationen wichtiger denn je, betont Echevarria.

Kitzingen als Tor zur Welt

Weltweit besuchen jedes Jahr rund vier Millionen Menschen die World‑Press‑Photo‑Ausstellungen an mehr als 100 Orten – Kitzingen ist dabei ein fester Baustein in diesem Netzwerk. Für 2026 werden erneut mehr als 20.000 Besucher:innen erwartet, die in der kleinen Mainstadt eine dichte, sehr persönliche Atmosphäre erleben, die sich deutlich von großen Metropolen unterscheidet. So wird die Rathaushalle zum „Tor zur Welt“, in dem globale Konflikte und Entwicklungen aus der Perspektive der Fotografinnen und Fotografen erfahrbar werden.

Fazit

Aus in diesem Jahr ist der Besuch der World Press Photo Ausstellung ein Erlebnis, das nachwirkt bzw. den ohnehin von mir als desaströs empfundenen Zustand nochmals bildlich unterstreicht.

Alte Männer, Kriegstreiber wie Putin, Trump und Netanyahu, um nur einige wichtige Vertreter zu nennen, bringen uns dem Abgrund immer näher. Klimawandel wir geleugnet, eine Bedrohungslage inszeniert, es wird gebombt, es werden Ressourcen zerstört als gäbe es kein morgen mehr.

Längst ist es Zeit aufzustehen, am wenigsten für uns selbst, sondern für diejenigen, die nach uns kommen.

Ich habe allerhöchsten Respekt vor den Fotograf:innen und (Foto-) Journalist:innen, die sich – häufig unter Einsatz ihres Lebens – redlich bemühen, ein Stück Wahrheit ans Licht zu befördern.


Einige Impressionen von Kitzingen


Einige Impressionen von der World Press Photo Ausstellung 2025


World Press Photo 2024


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