Paris: Städtereise im April 2009

Paris: Fotospaziergänge mit Familie (Memories)

Datum: 13.04. – 17.04.2009
Kamera: Canon IXUS70 / Canon EOS 300D


Inhaltsverzeichnis

Diese Städtereise nach Paris mit unseren Kindern liegt nun doch einige Jahr zurück. Insofern sind auch konkretere Erinnerungen nur noch fragmentarisch vorhanden.

Wir sind damals mit Uschis Auto angereist und haben in Paris in einem einfachen Hotel am Stadtring unser vorübergehendes Domizil gehabt.

Die alten Fotografien habe ich mir jüngst nochmals vorgenommen, sie etwas nachbearbeitet und sortiert. Vielleicht kann man sich so ein Bild von unserem Aufenthalt in der französischen Metropole machen?

Der Fokus lag nicht unbedingt auf der damals zeitgenössischen Architektur, wenngleich mich natürlich schon einige Objekte geradezu magisch angezogen haben.

Uschi hat den Grundtakt vorgegeben. Ich habe geschaut, was man der Familie an Architekturexkursion noch zumuten kann.

Wir hatten damals noch moderate Außentemperaturen im April, so dass wir doch einige Strecken zu Fuß zurücklegen konnten. Tageskarten für die Metro hatten wir natürlich schon.


Bildergalerie 13.04.2009

Am Tag unserer Ankunft fahren wir mit der Metro in die Innenstadt und flanieren über die Avenue des Champs-Élysées.



In der Achse von Triumphbogen und Obelisk von Luxor am Place de la Concorde.


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Der Citroën Flagship Showroom übt natürlich auch einen besonderen Reiz auf mich bzw. uns aus.

Mehr Bilder vom Citroen Flagstore gibt es hier.



Abends kehren wir im Chez Chartier ein. Dieses Lokal gibt es seit über 100 Jahren. Holger hatte uns bereits 1991 diesen Tipp gegeben; in Uschis Reiseführer findet man diese Empfehlung auch.


Bildergalerie 14.04.2009

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Unsere Unterkunft in der Nähe einer starkbefahrenen Straße. Aber, es gibt ja Schallschutzfenster!


Centre Georges Pompidou

Das Centre Georges Pompidou in Paris zählt zu den radikalsten Museumsbauten des 20. Jahrhunderts und ist zugleich ein politisches Statement aus Beton, Stahl und Glas.

Als es 1977 eröffnet wurde, stellte es die Konventionen der Architektur ebenso infrage wie die Rolle kultureller Institutionen in der Gesellschaft.

Der Durchbruch der Architekten Renzo Piano und Richard Rogers

Entworfen von den damals noch weitgehend unbekannten Architekten Renzo Piano und Richard Rogers, ging der Bau aus einem internationalen Wettbewerb hervor, den Präsident Georges Pompidou initiiert hatte.

Sein Ziel war es, ein offenes, multidisziplinäres Kulturzentrum zu schaffen, das Kunst, Literatur, Musik und Design unter einem Dach vereint. Damit reagierte Pompidou auf die gesellschaftlichen Umbrüche der 1960er Jahre – insbesondere auf die Protestbewegungen von 1968, die eine Demokratisierung von Bildung und Kultur forderten.

Gestalterisches und inhaltliches Konzept

Die architektonische Antwort von Piano und Rogers war ebenso provokant wie visionär. Sie kehrten das Gebäude buchstäblich nach außen. Tragwerk, Rolltreppen, Klimaanlagen und Versorgungsleitungen wurden sichtbar an die Fassade verlegt und farblich codiert. Dieses „Inside-out“-Prinzip schuf im Inneren große, flexible Ausstellungsflächen und machte das Gebäude selbst zu einer Art Maschine für Kultur.

Provokativer Publikumsmagnet

Anfangs heftig kritisiert, entwickelte sich das Centre Pompidou rasch zu einem Publikumsmagneten und zu einem Symbol für ein neues Verständnis von Museum: weniger Tempel, mehr öffentlicher Raum. Die große Piazza vor dem Gebäude wurde zu einem urbanen Treffpunkt, der Kunst und Alltag miteinander verschränkt.

Sanierung

Nach fast fünf Jahrzehnten intensiver Nutzung steht das Centre Pompidou nun vor einer umfassenden Sanierung, die voraussichtlich mehrere Jahre (2025-2030) dauern wird. Ziel ist es, die technische Infrastruktur zu modernisieren, energetische Standards zu verbessern und gleichzeitig die denkmalgeschützte Substanz zu bewahren.

Die Herausforderung liegt darin, ein Gebäude zu erneuern, dessen radikale Transparenz und technische Offenheit selbst Teil seines historischen Werts sind.

Fast fünfzig Jahre nach seiner Eröffnung beginnt für das Centre Pompidou eine eingehende Renovierung und Sanierung. Das Architekten-Duo Nicolas Moreau und Hiroko Kusunoki wurde zusammen mit der mexikanischen Architektin Frida Escobedo ausgewählt, um insbesondere die Umgestaltung im Inneren vorzunehmen.


Markthallen – Les Halles Paris

Die Pariser Markthallen, bekannt als Les Halles, sind weit mehr als nur ein Ort des Handels. Sie spiegeln die Geschichte der Stadt von den mittelalterlichen Anfängen bis zur heutigen Konsum- und Verkehrsdrehscheibe wider.

Von der offenen Marktfläche zum Zentrum

Die Ursprünge reichen ins 12. Jahrhundert zurück, als König Philipp II. das Gelände für einen ständigen Markt sichern ließ; schon damals lag der Ort strategisch im Herzen von Paris. Zunächst fanden die Verkäufe unter freiem Himmel statt, später wuchs daraus ein dichtes System aus Ständen, Hallen und umliegenden Handelsflächen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Les Halles zum wichtigsten Versorgungsort der Stadt und zum Symbol des urbanen Alltags.

Die Ära Baltard

Im 19. Jahrhundert erhielten die Markthallen ihre berühmte architektonische Form: Zwischen 1852 und 1870 ließ Victor Baltard gusseiserne Pavillons errichten, die als Inbegriff moderner Marktarchitektur galten. Hier wurden Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und viele weitere Waren gehandelt, und das Viertel pulsierte Tag und Nacht. Émile Zola machte Les Halles mit seinem Roman Le ventre de Paris literarisch unsterblich und prägte damit das Bild vom „Bauch von Paris“.

Abzug nach Rungis

In den 1960er Jahren stießen die Hallen an ihre Grenzen. Zu wenig Platz, zu viel Verkehr und hygienische Probleme machten einen Verbleib im Stadtzentrum schwierig. 1969 wurde der Großmarkt nach Rungis verlegt, und die alten Pavillons wurden in den folgenden Jahren weitgehend abgerissen. Nur ein einzelner Pavillon blieb erhalten und wurde später außerhalb von Paris wiederaufgebaut.

Forum des Halles heute

An derselben Stelle entstand ab den 1970er Jahren das Forum des Halles mit Einkaufszentrum, Bahnhof und öffentlichen Anlagen. Heute ist das Areal ein zentraler Umsteigepunkt mit Geschäften, Gastronomie und einem großen unterirdischen Verkehrsknoten. Mit der späteren Umgestaltung, darunter die Canopée, wurde Les Halles erneut zu einem modernen Stadtzentrum, das Handel, Mobilität und Freizeit verbindet.

Bedeutung für Paris

Die Entwicklung der Pariser Markthallen zeigt exemplarisch, wie sich Stadt, Architektur und Versorgungssysteme verändern können. Aus dem mittelalterlichen Markt wurde erst ein industriell geprägter Großmarkt, dann ein urbanes Einkaufs- und Verkehrszentrum. Gerade diese Wandlungsfähigkeit macht Les Halles bis heute zu einem der aufschlussreichsten Orte der Pariser Stadtgeschichte.

Die letzte Sanierung

Die letzte große Sanierung / Neugestaltung des Quartier des Halles wurde schon bald nach unserem Besuch im Jahre 2009 geplant und durchgeführt; sie endete mit der Eröffnung der neuen Canopée und des umgestalteten Forums zwischen 2016 und 2018.

Projekt und Ziele

Ziel der Sanierung war, Les Halles vom dunklen, betonierten Verkehrsknoten in ein durchlässiges, helles Stadtzentrum mit öffentlichen Räumen, Einkaufsmöglichkeiten und verbessertem Bahnhofsbereich zu verwandeln.

Dazu gehörten die Neugestaltung des Einkaufskomplexes, die Modernisierung des unterirdischen Bahnhofs Châtelet–Les Halles und die Schaffung einer großen Überdachung, der sogenannten Canopée, als neues städtebauliches Zeichen.

Architekten

Der städtebauliche Wettbewerb 2004 entschied zugunsten von David Mangin; sein Masterplan bildete die Grundlage für die weiteren Arbeiten und die städtebauliche Konzeption.

Für die markante Canopée zeichneten die französischen Architekten Patrick Berger und Jacques Anziutti verantwortlich; ihr Entwurf einer großflächigen, baumkronenartigen Überdachung prägt das heutige Erscheinungsbild.

Die Arbeiten waren politisch und medial umstritten, weil sie große Eingriffe in ein historisches Stadtgefüge bedeuteten und hohe Kosten verursachten.

Insofern sind das hier historische Aufnahmen.


Arsenal


An der Seine


La Samaritaine

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Louvre

Der Louvre ist eine Schichtung historischer Substanz und moderner Ingenieurbaukunst.

Die sichtbare Spannung zwischen denkmalpflegerischer Substanz und zeitgenössischer Technik prägt die aktuellen Erweiterungen des bedeutendes Pariser Museums.

Die 1989 eröffnete Glaspyramide von I. M. Pei löste nicht nur ein logistisch‑räumliches Problem — sie ist eine hochpräzise Stahl‑Glas‑Konstruktion, deren Tragwerk aus rostfreiem Stahl besteht und deren Hülle aus 603 rautenförmigen und 70 dreieckigen Glasfeldern zusammengesetzt ist.

Die Gläser wurden als siliziumbeschichtetes Weißglas ausgeführt, um die übliche grünliche Tönung handelsüblicher Floatgläser zu vermeiden und eine möglichst neutrale Transparenz zu erzielen.

Das tragende System besteht aus fein vernetzten Fachwerkträgern mit Knoten; die Glasplatten liegen in passgenauen Aluminiumrahmen, die die glatte Außenfläche gewährleisten und die Lasten in das Metallgerüst ableiten.

Wesentlich an Pei’s Eingriff ist die Verlagerung der Erschließung ins Untergeschoss: die Pyramide ist primär Hülle eines großräumigen Foyers, das Besucherströme kanalisiert und die unterschiedlichen historischen Flügel effizient verbindet — damit fungiert die Konstruktion zugleich als architektonisches Zeichen und technische Infrastruktur. Materialwahl und Detailausbildung (Edelstahl, Aluminium, Spezialgläser) reflektieren die Notwendigkeit, hohe Transparenz mit Dauerhaftigkeit und einfacher Montage zu verbinden.

Die nach Plänen von Rudy Ricciotti und Mario Bellini konzipierte Umgestaltung des Visconti-Hofes mit einer frei geformten Verglasung, von den Planern als „Goldene Wolke“ bezeichnet, wurde erst 2012 fertiggestellt. 


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La Défense

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Mehr Bilder von La Defense findet man hier.


Abendlicher Spaziergang zu Sacré-Cœur de Montmartre

Hier existieren meinerseits kaum Bilder, die ich hier zeigen möchte. In Erinnerung bleibt mir vor allem eine unendlich langer Treppe, die wir erklimmen mussten.

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Bildergalerie 15.04.2009

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Eiffelturm

Der Eiffelturm ist mehr als nur „das weithin Wahrzeichen von Paris“.

Er ist ein Symbol für technische Kühnheit, industrielle Moderne und kulturelle Projektion. Errichtet zwischen 1887 und 1889 für die Weltausstellung in Paris, verkörpert die Konstruktion von Gustave Eiffel eine radikale Abkehr von traditionellen Bauformen.

Statt massiver Steinarchitektur setzt der Turm auf eine offene Gitterstruktur aus Schmiedeeisen, die zugleich Stabilität und visuelle Leichtigkeit erzeugt.

Die Konstruktion basiert auf rund 18.000 vorgefertigten Metallteilen, die mit über zweieinhalb Millionen Nieten verbunden wurden. Jedes Element wurde in Eiffels Werkstätten präzise gefertigt und vor Ort montiert, ein frühes Beispiel industrieller Vorproduktion.

Die vier geschwungenen Pfeiler verteilen die Last gleichmäßig und leiten sie in massive Fundamente ab, die teilweise unter dem Grundwasserspiegel liegen. Windlasten wurden durch die aerodynamische Form berücksichtigt, was dem Turm bis heute eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit verleiht.

Zur Zeit seiner Fertigstellung war der Eiffelturm mit 300 Metern das höchste Bauwerk der Welt.

Die öffentliche Reaktion schwankte zwischen Begeisterung und heftiger Kritik, insbesondere von Künstlern und Schriftstellern, die das Bauwerk als störend empfanden. Heute gilt er als Ikone moderner Ingenieurskunst und als zentraler Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt, natürlich auch für uns.


Parc de la Vilette

Der Parc de la Villette im Nordosten von Paris zählt zu den ambitioniertesten Landschafts- und Architekturprojekten des späten 20. Jahrhunderts.

Entworfen vom Architekten Bernard Tschumi und 1987 eröffnet, stellt der Park eine radikale Abkehr von klassischen, pittoresken Gartenkonzepten dar.

Statt organischer Wegeführungen und historisierender Elemente setzt Tschumi auf ein streng geometrisches System aus Linien, Flächen und Punkten – ein räumliches Raster, das den Park strukturiert und zugleich offen interpretiert.

Zentrales Element dieses Konzepts sind die sogenannten „Folies“: leuchtend rote, kubische Pavillons, die in einem regelmäßigen Abstand von 120 Metern über das Gelände verteilt sind. Diese architektonischen Marker fungieren weniger als funktionale Gebäude denn als Orientierungspunkte im Raum. Ihre bewusst abstrakte Formensprache verweigert eine eindeutige Nutzung und lädt Besucher dazu ein, den Park individuell zu erschließen. In ihrer seriellen Wiederholung erinnern die Folies an musikalische Motive, die variiert und in unterschiedlichen Kontexten neu gelesen werden können.

Der Parc de la Villette versteht sich als „Parc culturel“ und integriert zahlreiche Institutionen, darunter die Cité des Sciences et de l’Industrie, die Philharmonie de Paris sowie die Grande Halle, eine umgenutzte Markthalle aus dem 19. Jahrhundert.

Diese Mischung aus historischer Industriearchitektur und zeitgenössischen Bauten erzeugt ein spannungsreiches Ensemble, das den Park zu einem urbanen Kulturraum macht.

Architektonisch bemerkenswert ist auch die bewusste Überlagerung verschiedener Systeme:

Wege, Wasserflächen, Grünzonen und Baukörper folgen jeweils eigenen Logiken, die sich im Raum kreuzen, ohne sich vollständig zu decken. Dieses Prinzip der „Disjunction“, ein zentrales Konzept Tschumis, erzeugt eine Dynamik, die sich klar von traditionellen Parkanlagen unterscheidet.

Der Raum wird nicht harmonisiert, sondern in seiner Vielschichtigkeit erfahrbar gemacht.

Der Parc de la Villette in Paris ist damit weniger ein Ort der kontemplativen Naturerfahrung als vielmehr ein Experimentierfeld für urbane Wahrnehmung. Architektur, Landschaft und kulturelle Nutzung verschränken sich zu einem offenen System, das Besucher aktiv einbindet.

Gerade in seiner strukturellen Strenge und konzeptuellen Klarheit entfaltet der Park eine ästhetische Qualität, die bis heute als wegweisend für zeitgenössische Landschaftsarchitektur gilt.


Centre Georges Pompidou


20090415 Paris IXUS70 IMG 6286 © Gerald Langer 195 - Gerald Langer

Galeries Lafayette

Die Galeries Lafayette am Boulevard Haussmann in Paris gehört zu den eindrucksvollsten Warenhäusern Europas. Ihr Reiz liegt nicht nur im Angebot, sondern vor allem in der Architektur.

Das Gebäude ist ein sorgfältig inszenierter Raum, in dem Licht, Höhe und Bewegung eine fast theatralische Wirkung entfalten.

Schon die zentrale Halle macht deutlich, dass hier mehr als ein gewöhnliches Kaufhaus entstanden ist. Das mehrgeschossige Atrium öffnet sich nach oben zu einer großen Glaskuppel, die als architektonisches Wahrzeichen des Hauses gilt.

Mit ihrem filigranen Metallgerüst und den farbigen Glasflächen verbindet sie technische Raffinesse mit dekorativer Pracht. Die Kuppel ist nicht bloß ein Dach, sondern ein räumliches Ereignis, das den Blick lenkt und den gesamten Innenraum prägt.

Auch die innere Organisation des Hauses folgt einer klaren Dramaturgie.

Mehrere Ebenen, Galerien und Brüstungen schaffen wechselnde Perspektiven und lassen den Raum noch größer erscheinen, als er es ohnehin ist.

Wer sich durch das Kaufhaus bewegt, erlebt eine Abfolge von Blickachsen, Lichtstimmungen und räumlichen Übergängen.

Besonders charakteristisch ist der Umgang mit Tageslicht. Es fällt durch die Glasflächen weich in den Raum, modelliert Ornamente und Metallstrukturen und verleiht dem Haus eine helle, fast festliche Atmosphäre.

So entsteht eine Verbindung aus öffentlichem Raum, Konsum und Repräsentation, wie sie für die großen Pariser Warenhäuser typisch ist.

Architekturhistorisch steht Galeries Lafayette für die Verbindung von Luxus, Urbanität und Belle Époque.

Das Haus zeigt, wie Kaufhäuser um 1900 zu Symbolen moderner Stadtkultur wurden. Sie waren nicht nur Orte des Einkaufens, sondern auch Bühnen der Selbstinszenierung und Ausdruck eines neuen großstädtischen Lebensgefühls.

Hier besucht man ein Kaufhaus, Denkmal und Fotomotiv zugleich.

Gerade diese Mischung macht die Galeries Lafayette zu einem der interessantesten architektonischen Orte in Paris.


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Bildergalerie 16.04.2009


Notre Dame

Seit dem 12. Jahrhundert prägt die Kathedrale das Herz von Paris und steht exemplarisch für die Hochgotik.

Filigrane Maßwerke, gewaltige Strebebögen und die ikonischen Türme formen ein architektonisches Gesamtkunstwerk, das über Jahrhunderte hinweg Generationen von Künstlern, Schriftstellern und Besuchern inspiriert hat.

Ihre Bedeutung reicht jedoch weit über die Architektur hinaus. Notre-Dame war Schauplatz zentraler historischer Ereignisse- Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ verlieh dem Bau im 19. Jahrhundert eine neue kulturelle Strahlkraft und trug maßgeblich zu seiner Restaurierung bei.

Der verheerende Brand im April 2019 markierte einen tiefen Einschnitt. Bilder des einstürzenden Vierungsturms gingen um die Welt und machten die Verletzlichkeit dieses Symbols schmerzhaft sichtbar.

Zugleich löste die Katastrophe eine Welle internationaler Solidarität aus. Restauratoren, Architekten und Handwerker arbeiteten seither mit bemerkenswerter Präzision daran, das Bauwerk originalgetreu wiederherzustellen – eine anspruchsvolle Verbindung aus traditionellem Handwerk und moderner Technik.

Bereits im Dezember 2024 konnte die Kirche wiedereröffnet werden.


In der Stadt


Père Lachaise

Der Père Lachaise in Paris ist nicht nur ein bloßer Friedhof.

Er ist ein städtischer Garten, ein Freilichtmuseum der Grabkunst und ein Spiegel der französischen Kulturgeschichte und natürlich ein Ausflugsziel.

Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt und nach dem Jesuitenpater François d’Aix de La Chaise benannt; ursprünglich lag das Gelände außerhalb der Stadt, entwickelte sich aber rasch zur prestigeträchtigen Ruhestätte, nachdem die Überführung einiger berühmter Toter Besucher anzog.

Die weitläufigen Alleen und Hügel mit dichtem Laub vermitteln eine ruhige, meditativ-landschaftliche Atmosphäre, in der neugotische Kapellen, Monumentalgräber und schlichte Familienplatten ein heterogenes Bild abgeben.

Als Besucher schlendert man zwischen Mausoleen und verwitterten Skulpturen, trifft auf die Gräber von Schriftstellern, Komponisten, Schauspielern und Revolutionären. Namen wie Balzac, Chopin, Edith Piaf oder Oscar Wilde machen den Ort international bekannt.

Besonders symbolträchtig sind die kunstvollen Statuen und Inschriften, die nicht nur individuelle Biographien, sondern auch wechselnde Stile der Grabmalgestaltung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart dokumentieren.

Dadurch eignet sich der Friedhof gleichermaßen für kulturhistorische Recherchen wie für fotografische Studien:

Licht, Schatten und Patina liefern reichlich Material für Bildserien.

Dieser berühmte Friedhof von Paris bleibt ein Ort, an dem Vergangenheit sinnlich erfahrbar und gleichzeitig gegenwärtig bleibt.


Eiffelturm: Annäherung


Eiffelturm: bei Sonnenuntergang

Hier habe ich zahlreiche, leider überwiegend verwackelte und unscharfe, Fotos gemacht. Dennoch entstand an diesem Abend ein schönes erstes Selfie von unserer vierköpfigen Familie.


Bildergalerie 17.04.2009

Nationalbibliothek Frankreichs

Die erweiterte Galerie findet man hier.



Wenn ich diese Retrospektive unserer damaligen Städtereise nach Paris betrachte, komme ich zu dem Schluss, dass es angezeigt ist, die Stadt an der Seine mal wieder zu besuchen.

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