Indien – Rajasthan: Fatehpur Sikri (20.11.2016)

Indien – Rundreise Rajasthan

Ranthambore – Bharatpur – Fatehpur Sikri
20.11.2016
Veranstalter: Berge und Meer



Eine Reise durch Wildnis, Vogelparadies und Mogulgeschichte

Diese drei Ziele in Nordindien verbinden Naturdrama und Architekturgeschichte auf engem Raum: Vom Tigerreservat Ranthambore über das UNESCO-Weltnaturerbe Keoladeo in Bharatpur bis zur verlassenen Mogulhauptstadt Fatehpur Sikri entsteht eine Route, die Landschaft, Tierwelt und kulturelles Erbe verknüpft.

Ranthambore: Tigerland im Schatten einer Festung

Ranthambore National Park in Rajasthan zählt zu den besten Orten weltweit, um den Bengalischen Tiger in freier Wildbahn zu sehen.

Das Reservat ist geprägt von trockenem Laubwald, offenen Grasflächen und zahlreichen Seen, die besonders in der Trockenzeit Tiere anziehen. Überragt wird die Landschaft von der historischen Ranthambore-Festung, die innerhalb des Parkgeländes liegt und als UNESCO-Weltkulturerbe Teil des „Hill Forts of Rajasthan“ ist. Neben Tigern leben hier Leoparden, Hirschziegenantilopen, Sambarhirsche, Hyänen und eine reiche Vogelwelt.

Bharatpur: Keoladeo Ghana National Park – Ein Weltwunder für Ornithologen

Nur wenige Autostunden entfernt liegt Bharatpur mit dem Keoladeo Ghana National Park, ehemals Bharatpur Bird Sanctuary. Das 29 Quadratkilometer große, künstlich geschaffene Feuchtgebiet entstand ab dem 18. Jahrhundert durch Staudämme und Kanäle und diente ursprünglich als Jagdrevier der Maharajas von Bharatpur. 1982 wurde es zum Nationalpark erklärt, 1985 als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet.

Heute beherbergt Keoladeo über 370 Vogelarten, darunter Zugvögel aus Sibirien, Europa und Tibet. Besonders im Winter (November bis Februar) versammeln sich Tausende von Wasservögeln auf den Seen; Saruskraniche, Malaienstörche, Pelikane, Enten und zahlreiche Watvögel machen das Gebiet zu einem der wichtigsten Brut- und Rastplätze Asiens. Neben Vögeln finden sich hier auch Reptilien wie Pythons sowie Säugetiere wie Hirschziegenantilopen und Wildschweine.

Fatehpur Sikri: Die steinerne Vision Akbars

Rund 50 Kilometer von Bharatpur entfernt erhebt sich Fatehpur Sikri, die „Stadt des Sieges“, die der Mogulkaiser Akbar zwischen 1571 und 1573 als neue Hauptstadt errichten ließ.

Die aus rotem Sandstein gebaute Anlage vereint persische, indische und islamische Architekturelemente und umfasst Paläste, Audienzhallen, Moscheen und Wohnquartiere. Berühmte Bauwerke sind die Jama Masjid, das Buland Darwaza („Tor der Größe“) sowie der private Palastkomplex mit dem Panch Mahal und dem Haus der türkischen Sultanin.

Bereits um 1585 wurde die Stadt wieder verlassen, vermutlich wegen Wassermangels, und blieb seither weitgehend unverändert erhalten. 1986 wurde Fatehpur Sikri von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet.


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