Indien – Rundreise Rajasthan
Ranthambore
19.11.2016
Veranstalter: Berge und Meer
Ranthambore im Osten Rajasthans ist eine der berühmtesten Adressen Indiens, um Bengalische Tiger in freier Wildbahn zu beobachten – und zugleich ein Ort, an dem sich Natur und Geschichte dramatisch überlagern.
Nationalpark und Tigerreservat
Der 1955 als Wildschutzgebiet gegründete und 1980 zum Nationalpark erklärte Ranthambore National Park umfasst rund 392 Quadratkilometer Kernfläche und bildet zusammen mit den angrenzenden Schutzgebieten das etwa 1.334 bis 1.411 Quadratkilometer große Ranthambore Tiger Reserve.
Geografisch liegt er im Distrikt Sawai Madhopur am Übergang der alten Aravalli-Berge zum Vindhya-Plateau, begrenzt von den Flüssen Banas im Norden und Chambal im Süden. Die Landschaft ist geprägt von trockenem Laubwald, offenen Grasflächen, Schluchten und mehreren Seen, die besonders in der Trockenzeit Tiere anziehen. Neben dem Tiger leben hier Leoparden, Lippenbären, Streifenhyänen, Sambar-, Hirsch- und Nilgai-Antilopen sowie über 300 Vogelarten.
Die Festung im Herzen des Parks
Mitten im Reservat erhebt sich das Ranthambore Fort, eine der markantesten Hill Forts Rajasthans und seit 2013 UNESCO-Weltkulturerbe als Teil der „Hill Forts of Rajasthan“. Die Anlage geht auf die Chauhan-Dynastie des 10. Jahrhunderts zurück und war unter König Hammir Dev Schauplatz der legendären Belagerung durch Alauddin Khalji 1301, die in einem Jauhar endete. Später fiel die Festung an das Delhi-Sultanat, dann an Mewar, die Moguln unter Akbar (1569) und schließlich an die Kachhwaha von Jaipur. Von ihren Mauern bietet sich ein Panorama über das Reservat, in dem sich Wildtiere oft nahe den historischen Gemäuern bewegen.
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