London (03/2008)

Reisezeit: 25.03. – 29.03.2008
Website:
https://de.wikipedia.org/wiki/London



London: Eine Städtereise, dieses Mal ohne Familie

Im Jahre 2006 war ich mit Familie eine Woche in London. Es war unser „Sommermärchen“ bei außergewöhnlich hohen Temperaturen in der britischen Metropole.

Im März 2008 lag der Akzent mehr noch auf Architektur und dem Suchen einschlägiger Locations, die in der Rockmusik eine Rolle spielen oder gespielt haben.

Meine Unterkunft hatte ich in einem Hostel an der Bayswater Road.

Wichtiger Tipp:

Man sollte beim Buchen immer darauf achten, ob es Hostel oder Hotel heißt.

Das „s“ hatte ich leider erst nach der Buchung entdeckt. Da wollte ich von der außerordentlich preisgünstigen Unterkunft allerdings nicht mehr lassen. ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber ich habe 20 britische Pfund pro Nacht in Erinnerung.

Mein Arbeitskollege Roman frotzelte damals vor der Abreise schon:

„Naja, ist doch nicht schlimm. Am Ende hast Du ein Zimmer mit jeder Menge Schwedinnen …. !“

Wahrscheinlich hatte er in diesem Moment seherische Fähigkeiten.

Tatsächlich bezog ich ein Zimmer mit fünf Stockbetten. Tatsächlich, wie sich in der ersten Nacht oder kam sehr frühen Morgen nach meiner Ankunft, herausstellen sollte, neun junge Schwedinnen und ich. Wer glaubt da noch an Zufälle?

Dei WG auf Zeit klappte super, da die jungen Damen tagsüber im Regelfall schliefen und abends auf der „Piste“ waren, erst am frühen Morgen, kurz bevor ich wieder aufstand, ins Hostel zurückkehrten.

So gingen wir uns quasi einvernehmlich aus dem Wege. Es gab vor allem keine Wallungen in der Nutzung des gemeinsamen Bades und der Toilette.

Richtig Stress gab es allerdings bei meinem Rückflug am Samstag, den 29.03.2008. Ich war rechtzeitig am Flughafen Heathrow angekommen.

Das neue Terminal 5, von dem ich aus fliegen sollte, war erst ab dem 27.03.2008 in Betrieb genommen worden. Die britischen Tageszeitungen deuteten schon Probleme an. ich war also vorgewarnt.

Am Schalter, der für ich zuständig war, herrschte totales Chaos, da der Flieger, den ich nehmen sollte, „overbooked“ war. Häh?

Ich kannte diesen Begriff bis dato nicht, liess mich also aufklären.

Ein überbuchter Flug bedeutet, dass die Fluggesellschaft mehr Tickets verkauft hat, als es tatsächliche Sitzplätze im Flugzeug gibt. Die Unternehmen spekulieren, dass es unter den Passagieren immer wieder einige Ausfälle gibt. Diese Wahrscheinlichkeitsrechnung geht halt nicht immer auf. Und ich war eines der Opfer dieser spekulativen Rechnung.

Für mich gab es dann – Gott sei Dank – einen alternativen Flug mit der Lufthansa nach Frankfurt. Ich saß neben einer sehr netten älteren Dame, die ihren Sohn in London besucht hatte. Wir hatten viel zu erzählen.

Dieser Flieger war allerdings auch rappelvoll.

Immerhin war auch mein Koffer mitgeflogen. Das war kurz nach Eröffnung des neuen Terminals in London leider keine Selbstverständlichkeit. Einige Passagiere mussten da länger – einige Tage und manchmal gar Wochen – auf ihr Gepäck warten.

Mann, bin ich damals ein Glückspilz gewesen.

Naja, so oder so, eine Reise die man so schnell nicht vergißt.

Und jetzt ist auch schon mein Reisebericht nach über 18 Jahren fertig.


25.03.2008

Ankunft in London

Nachdem ich an der Unterkunft angekommen bin, mich vom ersten Schock in Sachen Zimmer erholt hatte, fuhr ich per „Underground“ in die City.


26.03.2008

Nach dem Frühstück ein Spaziergang im Park

William Forsyth (1737–1804), schottischer Gärtner und Botaniker, prägte Londons königliche Grünanlagen maßgeblich.

Als Leiter der Gärten von Kensington Palace und St. James’ entwickelte er innovative Baumveredelungsmethoden und gründete 1804 die Royal Horticultural Society. Ihm zu Ehren benannte man die Forsythie, deren leuchtend gelbe Blüten noch heute im Frühjahr Parks wie Kensington Gardens schmücken.

Natürlich stößt man hier immer wieder auch auf Erinnerungen an Lady Di.


Auf der Suche nach legendären Music-Locations

Apollo Theatre

Das Apollo Theatre im Londoner Stadtteil Hammersmith, heute Eventim Apollo, zählt zu den bedeutendsten Konzertstätten Großbritanniens.

1932 als Art-déco-Kino eröffnet, wurde es ab 1962 unter dem Namen Hammersmith Odeon zu einer Pilgerstätte der Pop- und Rockgeschichte.

Die Beatles gastierten hier 1964 und 1965 insgesamt 38-mal; 1973 verabschiedete sich David Bowie im Apollo von seiner Kunstfigur Ziggy Stardust.

Auch Bruce Springsteen prägte den Ort mit seinen Born-to-Run-Konzerten 1975.

Queen, Bob Marley, The Rolling Stones, Ella Fitzgerald und Duke Ellington gehörten ebenfalls zu den herausragenden Künstlern auf dieser Bühne. Zahlreiche Aufnahmen konservieren die besondere Atmosphäre des Hauses, darunter Live-Alben von Dire Straits, Iron Maiden und AC/DC.

2014 kehrte Kate Bush für ihre gefeierte 22-teilige Konzertreihe „Before the Dawn“ zurück. Zwischen historischer Architektur und unmittelbarer Publikumsnähe bewahrt das Apollo bis heute seinen einzigartigen Rang in Londons Musiklandschaft.


Hammersmith Palais

Schon im März 2008 waren die wesentlichen Spuren dieser Location bereits beseitigt. Wer heute an der Shepherd’s Bush Road in Hammersmith entlanggeht, findet dort kein glänzendes Tanzpalais oder eine Punk-Pilgerstätte mehr.

Dennoch gehört der Hammersmith Palais zu den legendären Orten der Londoner Musikgeschichte.

1919 eröffnet, war es Großbritanniens erstes „palais de danse“, entstanden aus einer ehemaligen Rollschuhbahn, die der Theaterarchitekt Bertie Crewe in einen luxuriösen Veranstaltungsort verwandelte.

Das Innere glich zunächst einer exotischen Bühnenwelt. Lackierte Säulen, filigrane Schnitzereien, Seidenlaternen und ein pagodenartiges Dach prägten die chinesisch inspirierte Ausstattung.

Auf der großen, gefederten Tanzfläche standen sogar ein künstlicher Berg, ein Dorf und ein Brunnen. Rund 2.500 Menschen fanden Platz; zwei verglaste Orchesterpodien ermöglichten den Wechsel der Bands.

Bald wurde das Palais zu einem wichtigen Zentrum des Jazz in London. Frühe amerikanische Jazzformationen traten hier ebenso auf wie später Größen aus Pop, Rock und Unterhaltungsmusik.

Während des Zweiten Weltkriegs tanzten Soldaten, Arbeiterinnen und Zivilisten unter schwierigen Bedingungen gemeinsam durch die Nächte.

Nach mehreren Wandlungen zum Konzertsaal, Nachtclub und Veranstaltungsort schloss das Palais 2007 endgültig.

Das Gebäude wurde schließlich abgerissen. Geblieben sind Erinnerungen, Fotografien und einzelne Schriftzüge – Spuren eines Ortes, an dem Architektur, Musik und gesellschaftliches Leben für fast neun Jahrzehnte miteinander verschmolzen.

Hammersmith Palais – ein Ort für Reggae, Rock und Punk

In den 1970er-Jahren wurde das Palais zu einem wichtigen Schauplatz der Punk-, Reggae- und Ska-Szene. Hier traf die rebellische Energie des Punk auf die afrokaribischen Musikkulturen Londons – eine Verbindung, die für die politische und musikalische Entwicklung der Szene prägend war.

Legendär ist der Besuch Joe Strummers am 5. Juni 1977. Der Sänger von The Clash kam zu einer nächtlichen Reggae-Veranstaltung mit Dillinger, Leroy Smart, Delroy Wilson und Ken Boothe. Strummer erwartete offenbar radikale Roots-Musik, erlebte jedoch teilweise stärker am Pop orientierte Darbietungen.

Seine ambivalente Reaktion floss in den Song „(White Man) in Hammersmith Palais“ ein, der 1978 erschien.

Darin verbindet er scharfe Gesellschaftskritik mit Reggae-Rhythmen und einem melancholischen Blick auf die Kommerzialisierung der Musik.

Auch als Konzertort war das Palais eng mit dem Punk verbunden. Neben The Clash traten dort unter anderem die Sex Pistols, The Cure, Public Image Ltd. und The Pogues auf. Der mittelgroße Saal bot eine unmittelbare Atmosphäre: größer als ein Club, aber intimer als die großen Londoner Hallen.

So wurde der Hammersmith Palais zu einem symbolischen Ort jener Zeit – nicht nur als Bühne des Punk, sondern als Treffpunkt musikalischer und kultureller Gegensätze.

London

Earls Court

Das Earls Court Exhibition Centre in London war eine der legendärsten Konzertarenen Großbritanniens. Mit einer Kapazität von bis zu 19.000 Zuschauern zog die zwischen Kensington und Fulham gelegene Halle von den 1930er-Jahren bis zu ihrer Schließung 2014 die größten Namen der Rock- und Popgeschichte an.

Besonders prägend waren Led Zeppelins fünf ausverkaufte Shows im Mai 1975, die mit insgesamt 85.000 verkauften Tickets und Spielzeiten von über drei Stunden als Meilenstein der Arena-Rock-Ära gelten.

Pink Floyd inszenierten hier 1980 ihre monumentale „The Wall“-Tour mit sechs Konzerten, während Queen 1977 einen ihrer berühmtesten Live-Auftritte absolvierten, der als Bootleg unter Sammlern zirkuliert.

Trotz technischer Pannen – 1994 stürzte während eines Pink-Floyd-Konzerts ein Sitzblock ein – blieb Earls Court bis zum Schluss eine der beliebtesten UK-Arenen. 2014 fand das letzte Konzert statt, danach wurde das Gelände abgerissen und wird neu entwickelt.


An der Themse – Southbank

Am Südufer der Themse, zwischen Westminster Bridge, Waterloo Bridge und der Royal Festival Hall, zeigt London seine vielleicht eindrucksvollste Verbindung aus Geschichte, Architektur und urbanem Alltag.

Gegenüber ragen der Elizabeth Tower (Big Ben) und die Houses of Parliament auf. Ihr neugotisches Ensemble bildet eine monumentale Kulisse, während auf der South Bank Spaziergänger, Straßenkünstler, Fotografen und Pendler den Flussraum beleben.

Der Weg beginnt idealerweise – ich bin andersherum gegangen – bei der Westminster Bridge. Von hier aus öffnet sich der Blick flussaufwärts auf Big Ben, das London Eye und die dicht bebaute Skyline.

Entlang des Queen’s Walk führt die Route vorbei an den Jubilee Gardens, dem ehemaligen Standort des Festival of Britain, das 1951 nach den Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs ein Zeichen des kulturellen und technischen Aufbruchs setzen sollte. Von diesem Großereignis blieb unter anderem die Royal Festival Hall erhalten.

Das Konzerthaus, 1951 eröffnet, ist heute das Herzstück des Southbank Centre. Seine klare, lichtdurchflutete Nachkriegsarchitektur wirkt bewusst offen und undogmatisch.

In unmittelbarer Nachbarschaft folgen die Queen Elizabeth Hall, der Purcell Room, die Hayward Gallery und das National Theatre. Dazwischen liegen Cafés, Buchläden, temporäre Installationen und kleine Bühnen. Unter der Waterloo Bridge locken Marktstände und Musiker ein Publikum an, das sich ohne festes Ziel treiben lässt.

Dieser kurze Abschnitt der Themse bietet ein besonderes Panorama. Er verbindet königliche Geschichte mit moderner Kultur und macht London dort erfahrbar, wo die Stadt am offensten wirkt – am Wasser, im wechselnden Licht und mit ständigem Blick auf die andere Seite.

London Eye

Das London Eye zählt seit der Jahrtausendwende zu den markantesten Bauwerken Londons. Das 135 Meter hohe Aussichtsrad entstand anlässlich des Millenniums am Südufer der Themse und wurde 1999 aufgerichtet.

Entworfen wurde es von den Architekten David Marks und Julia Barfield vom Büro Marks Barfield Architects; der Tragwerksplaner John Roberts entwickelte die statische Grundlage. Ursprünglich war auch das Ingenieurbüro Arup beteiligt.

Konstruktiv handelt es sich um ein einseitig abgestütztes, auskragendes Riesenrad. Eine schräg zur Themse geneigte A-förmige Stahlstütze trägt die Nabe, während sechs Rückhaltekabel die Anlage in einem tief gegründeten Betonfundament sichern. Der 120 Meter große Radkranz wird durch 64 gespannte Stahlseile stabilisiert und erinnert dadurch an ein überdimensionales Fahrradrad.

An seinem Umfang befinden sich 32 klimatisierte, verglaste Kapseln. Sie bleiben während der langsamen Drehung waagerecht und ermöglichen den Passagieren einen nahezu ununterbrochenen Rundblick über London.

Technische Daten
MerkmalTechnische Angabe
Gesamthöhe135 m
Raddurchmesser120 m
Umfangetwa 424 m
Gesamtgewichtungefähr 2.100 t
Stahlanteilrund 1.700 t
Passagierkabinen32
Kapazität je Kabinebis zu 25 Personen
Gesamtkapazitätbis zu 800 Personen
Dauer einer Umdrehungetwa 30 Minuten
Fahrgeschwindigkeitcirca 0,9 km/h bzw. 26 cm/s
Kabinentypgeschlossene, klimatisierte Glaskabinen
Bauweiseauskragende, einseitig gelagerte Konstruktion

Die 32 Kabinen stehen symbolisch für die 32 Londoner Stadtbezirke. Anders als bei einem klassischen Riesenrad hängen sie nicht frei unterhalb des Radkranzes, sondern sind außen am Umfang befestigt und werden durch ein eigenes mechanisches System stets waagerecht gehalten.

Tragwerk und Stabilität

Das Rad besteht aus einem stählernen Umfang, einer zentralen Nabe und zahlreichen vorgespannten Stahlseilen. Diese wirken wie die Speichen eines Fahrradrades und übertragen die Kräfte zwischen Nabe und Radkranz. Zwei schräg stehende Tragbeine stützen das Rad auf einer Seite; hinter der Konstruktion verankerte Rückhaltekabel verhindern ein Kippen nach vorn.

Wegen dieser einseitigen Lagerung mussten zwei getrennte Fundamentbereiche angelegt werden: Einer nimmt die Lasten der schrägen Stützen auf, der andere verankert die Rückhaltekabel. Die Fundamente widerstehen dem Eigengewicht, der Seilspannung und den Windkräften.

Montage und Antrieb

Die Bauteile wurden in mehreren europäischen Ländern vorgefertigt und per Lastkahn über die Themse zur Baustelle transportiert. Der Radkranz wurde zunächst waagerecht auf temporären Plattformen im Fluss montiert. Anschließend richteten Hydrauliksysteme die komplette Konstruktion langsam auf. Erst danach wurden die Kabinen eingesetzt.

Für die Drehung sorgen Elektromotoren, die am Radkranz ansetzen. Die geringe Geschwindigkeit ermöglicht das kontinuierliche Ein- und Aussteigen, ohne dass das Rad im Normalbetrieb vollständig anhalten muss. Eine Umdrehung dauert etwa eine halbe Stunde.

Konstruktive Besonderheiten

Das London Eye ist daher kein herkömmliches, beidseitig gelagertes Riesenrad, sondern ein auskragendes „Beobachtungsrad“. Dadurch wirkt die Konstruktion besonders leicht und elegant, obwohl sie rund 2.100 Tonnen wiegt.

Die Konstruktion wurde zunächst als temporäres Millennium-Bauwerk geplant. Wegen ihrer großen Akzeptanz blieb sie jedoch dauerhaft bestehen. Die Montage begann 1998; für Besucher wurde das London Eye im März 2000 geöffnet.

Ich bin (noch) nicht mitgefahren. Vielleicht ein anderes Mal?


Riverside

Riverside in London bezeichnet meist das von Norman Foster entworfene, 1990 fertiggestellte Mixed-Use-Gebäude an der Themse zwischen Battersea und Albert Bridge. Es vereint Büros, Wohnungen und öffentliche Wege und gilt als frühes Beispiel für integriertes Wohnen und Arbeiten am Flussufer.

Das achtgeschossige Bauwerk beherbergt im unteren Bereich Fosters Architekturbüro, darüber private Apartments mit spektakulärem Blick auf die Themse. Durch neue Fußgängerrouten wurde das zuvor brachliegende Ufer zugänglich gemacht und belebt


Abbey Road und Baker Street

Die Abbey Road in London ist weltberühmt – nicht nur wegen des legendären Zebrastreifens, sondern vor allem wegen der Abbey Road Studios.

Seit ihrer Eröffnung 1931 entstanden hier Aufnahmen von Künstlern wie The Beatles, Pink Floyd, David Gilmour und vielen klassischen Orchestern. Besonders das Studio Two gilt als historischer Klangort, an dem bahnbrechende Alben wie Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band produziert wurden. Die charakteristische Atmosphäre verbindet modernste Aufnahmetechnik mit großer Musikgeschichte. Besucher können den Zebrastreifen überqueren, Graffiti an der Studiomauer hinterlassen und den einzigartigen Ort erleben, an dem Londons musikalisches Erbe bis heute weiterklingt.

Die Baker Street verbindet Londoner Großstadtflair mit literarischem Mythos: Hier verortete Arthur Conan Doyle die Adresse Sherlock Holmes’. Zwischen eleganten Häusern, Cafés und regem Verkehr wirkt die Straße zugleich mondän. Gerry Raffertys Song „Baker Street“ von 1978 zeichnet ein melancholisches Gegenbild: Einsamkeit, Entfremdung und der Wunsch nach einem Neuanfang.


27.03.2008

In den Parks

Kensington Gardens waren in Reichweite meiner einfachen Bleibe.

Kensington Gardens zählen zu den schönsten historischen Parks Londons. Einst Teil des privaten Gartens von Kensington Palace, verbindet die Anlage heute höfische Geschichte mit weitläufigen Rasenflächen, alten Baumgruppen und kunstvoll gestalteten Wegen. Besonders eindrucksvoll ist der italienische Garten mit seinen Becken, Fontänen und klassizistischen Skulpturen.

Spaziergänger entdecken außerdem den Serpentine (Teich), das Albert Memorial und zahlreiche Denkmäler, die an Künstler, Wissenschaftler und Mitglieder des Königshauses erinnern.

Im Herzen des Parks erhebt sich Kensington Palace, dessen elegante Räume Einblicke in die britische Monarchie gewähren.

Zwischen Hyde Park und dicht bebauten Stadtvierteln gelegen, bietet Kensington Gardens einen wohltuenden Kontrast zum hektischen Londoner Alltag.


Barkers Shopping Arcade

Die Barkers Shopping Arcade in London ist eine historische Einkaufspassage im ehemaligen Kaufhaus Barkers of Kensington an der Kensington High Street.

Geschichte und Architektur

Das ikonische Gebäude wurde in den 1930er-Jahren entworfen und prägt seit über 80 Jahren das Straßenbild. In den 1980er-Jahren erfolgte eine umfassende Modernisierung. Das Kaufhaus wurde auf vier Verkaufsetagen verkleinert, während im Erdgeschoss eine neue Arcade mit neun Boutiquen entstand. Die Passage öffnete im Oktober 1987 und bot zusammen mit einem spektakulären, tonnen überwölbten Atrium – damals das größte Europas – ein elegantes Einkaufserlebnis.

Heutige Nutzung

Barkers schloss 2006 nach 135 Jahren Betrieb. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude einen Whole-Foods-Markt sowie diverse kleinere Läden und Büros. Die arkadenartige Struktur mit ihren historischen Details blieb jedoch erhalten und erinnert an die große Ära der Londoner Kaufhäuser.

20080327 London Canon EOS 300D © Gerald Langer 72 - Gerald Langer

„Schöner Wohnen“ in Bayswater

Eine Straße im eleganten Londoner Stadtteil Bayswater im Stadtbezirk City of Westminster.

Die Architektur ist typisch für diesen Teil Londons: klassische, weiße viktorianische Wohnhäuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die sich durch ihre Stuckfassaden, markanten Säulenportiken (Säuleneingänge)auszeichnen.


Royal Albert Hall

Die Royal Albert Hall in London ist weltweit eine der berühmtesten Konzerthallen. Besonders bekannt ist sie für die alljährlichen BBC Proms, eine traditionsreiche Sommerkonzertreihe, die 1941 erstmals hier stattfand und bis heute mit der „Last Night of the Proms“ ihren festlichen Abschluss findet.

Doch das Programm ist vielfältig.

Von klassischen Symphoniekonzerten über legendäre Pop-Auftritte bis hin zu Boxkämpfen und Filmpremieren bietet die Halle ein breites Spektrum. Eric Clapton ist mit über 200 Konzerten der Rekordkünstler, während auch Cream, Deep Purple, Adele und Janis Joplin hier Meilensteine ihrer Karriere feierten. 1968 fand zudem der Eurovision Song Contest in der Halle statt. Zahlreiche James-Bond-Filme wurden hier uraufgeführt.

Mit ihrer markanten Kuppel und der einzigartigen Akustik bleibt die Royal Albert Hall ein Traumort für Künstler und Publikum gleichermaßen.

Eric Clapton gilt als „König der Royal Albert Hall“. Seit 1964 trat er hier über 200 Mal auf – mehr als jeder andere Künstler. Besonders legendär waren seine Konzerte mit Cream 1968 sowie Soloauftritte in den 1990er- und 2000er-Jahren, bei denen er Blues, Rock und akustische Stücke meisterhaft verband. Die Halle wurde für ihn zum künstlerischen Zuhause, in dem er immer wieder neue musikalische Wege beschritt.

Ich erinnere mich gerne an:

  • 24 Nights (1991) – Live-Album und Video, zusammengestellt aus 42 Konzerten 1990/91. 2023 als The Definitive 24 Nights in erweiterter Box mit 6 CDs/8 LPs und 3 Blu-rays neu aufgelegt.
  • Slowhand at 70 – Live at the Royal Albert Hall (2015), aufgenommen am 21. Mai 2015 zu seinem 70. Geburtstag.
  • Concert for George (2002) – Tributkonzert für George Harrison

Die neue Wembley Arena

Wembley: Stadion und Stadtlandschaft

Das neue Wembley Stadium ist weit mehr als die Spielstätte der englischen Fußballnationalmannschaft. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 bildet es das architektonische und städtebauliche Zentrum einer umfassenden Neugestaltung im Nordwesten Londons.

Entworfen wurde es von Foster + Partners gemeinsam mit Populous. Mit 90.000 Plätzen ist Wembley das größte überdachte Stadion der Welt.

Sein prägnantestes Merkmal ist der 133 Meter hohe Stahlbogen, der weithin sichtbar über der Stadt aufragt. Er ersetzt nicht nur symbolisch die berühmten Zwillingstürme des alten Stadions, sondern übernimmt auch eine wichtige konstruktive Funktion

Der Bogen trägt große Teile der Dachkonstruktion und ermöglicht dadurch weitgehend stützenfreie Sichtlinien im Innenraum. Architektur und Ingenieurbau verbinden sich hier zu einem starken Zeichen, das bei Tag als Landmarke und nachts als beleuchtetes Stadtsymbol wirkt.

Entscheidend ist jedoch der städtebauliche Kontext. Wembley Park wurde Schritt für Schritt von einem reinen Veranstaltungsort zu einem gemischt genutzten Stadtquartier entwickelt. Neue Wohnungen, Büros, Geschäfte, Gastronomie und öffentliche Freiräume sorgen dafür, dass das Gebiet nicht nur an Spiel- und Konzerttagen belebt ist. Bis 2027 sollen dort rund 20.000 Menschen in etwa 8.500 neuen Wohnungen leben.

Eine zentrale Achse bildet die Olympic Way, traditionell „Wembley Way“ genannt. Die Verbindung zwischen U-Bahn-Station und Stadion wurde verbreitert, neu gepflastert und mit Bäumen, Beleuchtung sowie Aufenthaltsbereichen aufgewertet.

Die Olympic Steps schaffen zusätzlich eine großzügige, barriereärmere Eingangssituation und mehr als 12.000 Quadratmeter öffentlichen Raum.

Damit steht Wembley beispielhaft für eine zeitgenössische Stadtentwicklung. Das Stadion bleibt spektakulärer Solitär, wird aber zunehmend in ein urbanes Gefüge eingebunden. Seine Qualität zeigt sich deshalb nicht allein in der ikonischen Dachform, sondern auch darin, wie Architektur, Mobilität und öffentlicher Raum miteinander verbunden werden.


Sainsbury’s

Das Sainsbury’s in Camden ist ein architektonisches Unikat.

1988 nach Plänen von Nicholas Grimshaw & Partners errichtet, gilt nunmehr als erstes denkmalgeschütztes Supermarktgebäude Englands (Grade II, 2019).

High-Tech am Kanal

Der Bau gehört zum Grand-Union-Komplex und steht beispielhaft für die High-Tech-Architektur der 1980er.

Sichtbarer Stahlrahmen, Aluminiumpaneele, großflächige Verglasung und eine stützenfreie Verkaufsfläche dank flach gewölbter Metallträger. Die Fassade greift die Fluchtlinie der gegenüberliegenden viktorianischen Terrassen auf, sodass die auch heute noch futuristisch wirkende Architektur trotz industrieller Ästhetik maßstäblich in die historische Straßenzeile eingebunden ist.

Vom Kontroversen zum Kulturgut

Ursprünglich auf dem Gelände der Aerated-Bread-Company-Bäckerei errichtet, war das Projekt zunächst umstritten.

Camden lehnte zuvor sieben Entwürfe ab, bevor Grimshaw den Zuschlag erhielt. Die klare Ingenieursästhetik, die flexibel nutzbaren Innenräume und die konsequente Materialität überzeugten jedoch; 1988 wurde das Gebäude als „Building of the Year“ gefeiert.

Zugleich komplettieren die denkmalgeschützten Kanalterrassenhäuser den Komplex und unterstreichen Grimshaws Anspruch, Industrie- und Wohnbau in einer präzisen, technisch expressiven Formsprache zu verbinden.


MTV

Das MTV-Gebäude in Camden, London, ist ein architektonisch bedeutendes Bauwerk der Postmoderne gewesen.

Baugeschichte und Architektur

Das Gebäude am Hawley Crescent 17–29 in Camden Town wurde 1981 aus einem ehemaligen Autohaus der Marke Henleys Rover umgebaut. Der britische Architekt Sir Terry Farrell gewann den Auftrag und schuf mit seiner Gestaltung eines der ersten postmodernen Gebäude Großbritanniens – ein Werk, das 1985 mit dem Civic Trust Award ausgezeichnet wurde.

Das ursprüngliche Breakfast Television Centre für den Sender TV-am wurde im August 1981 fertiggestellt und am 1. Februar 1983 eröffnet.

Farrells Design war von Beginn an als filmische Kulisse konzipiert.

Die Fassade präsentierte große „TV AM“-Buchstaben, einen markanten Sonnenaufgangsbogen über dem Eingang und zwölf große Plastik-Eierbecher auf dem Dachfirst zum Regent’s Canal hin – ein Detail, das dem Gebäude den liebevollen Spitznamen „Eggcup House“ einbrachte. Die ovale Form der Eierbecher finanzierte Farrell sogar aus eigener Tasche, nachdem die Studios die Kosten ablehnten.

Spätere Umnutzung

Nach Einstellung von TV-am am 31. Dezember 1992 wurde das Gebäude 1993 an MTV Networks Europe verkauft. MTV nutzte die Studios für eigene Programmproduktionen und vermietete sie zudem kommerziell an andere Fernsehteams.

2012–2013 erfolgte eine umfassende Renovierung.

Der ursprüngliche Studiotrakt an der Hawley-Crescent-Front wurde abgerissen und durch einen neuen verglasten Bürokomplex ersetzt. Die ikonischen Eierbecher blieben erhalten, während der Sonnenaufgangsbogen und andere originale Elemente entfernt wurden – eine Entscheidung, die von Architekturkritikern scharf kritisiert wurde.

Heute dient das Gebäude als europäische Zentrale von Paramount und beherbergt unter anderem die Londoner Büros von Channel 5.

ich bin froh, dass ich diese Bilder noch machen konnte.


Camden

Der Londoner Bezirk Camden war gerade in den 2000er Jahren das Epizentrum der britischen Indie- und Alternative-Szene – ein rauer, kreativer Schmelztiegel aus Musikclubs, Pubs und Märkten, der eine ganze Generation prägte.

Das musikalische Herz Londons

Camden Town galt als spirituelle Heimat des Indie-Rock, der die britische Musiklandschaft der Dekade dominierte. Legendäre Venue wie das Roundhouse, die Electric Ballroom, KOKO (damals noch Camden Palace) und Dingwalls boten Bühnen für Acts von den Arctic Monkeys bis zu den Foo Fighters.

Doch es waren vor allem die intimen Pubs, die das Szenario prägten.

Das Dublin Castle war eine Keimzelle für neue Bands und zugleich Amy Winehouses zweite Heimat – sie trat dort regelmäßig auf und zapfte sogar gelegentlich selbst Bier. Das Hawley Arms an der Castlehaven Road wurde zum inoffiziellen Clubhaus der Alternative-Szene; hier verkehrten Winehouse, Pete Doherty (The Libertines), Kate Moss und Comedians wie Noel Fielding.

Märkte, Mode und Subkultur

Neben der Musik definierten die Camden Markets das Viertel. Ein Labyrinth aus Ständen mit Vintage-Kleidung, Schallplatten, Schmuck und subkultureller Mode – von Rockabilly bis Punk.

Amy Winehouse, die ab 2002 in Camden lebte, bezog hier ihren unverwechselbaren Look und machte das Viertel zur Bühne ihrer öffentlichen Präsenz.

Doch bereits gegen Ende des Jahrzehnts setzte die Gentrifizierung ein; viele der ursprünglichen Läden und Clubs verschwanden oder wandelten sich. Dennoch bleibt Camden ein Symbol für eine Ära, in der ein Stadtbezirk die Popkultur einer ganzen Nation mitbestimmte.


Zeitgenössische Architektur im Kontext

Die Bridge of Aspiration („Brücke der Aspirationen“) verbindet seit 2003 die Royal Ballet School mit dem Royal Opera House in Londons Covent Garden. Entworfen von WilkinsonEyre Architects, überspannt sie die Floral Street auf Höhe des vierten Stocks und schafft einen direkten, wettergeschützten Weg für Tänzerinnen und Tänzer.

Architektur und Form

Die filigrane Fußgängerbrücke ist als „Konzertina“ aus 23 quadratischen Aluminiumrahmen konstruiert, die durch verglaste Intervalle getrennt sind. Jeder Rahmen ist um etwa 4° gegenüber dem vorherigen verdreht; über die gesamte Länge vollführt die Brücke so eine Vierteldrehung (90°). Diese spiralförmige Geometrie reagiert elegant auf die schräge Ausrichtung der Straße und die unterschiedlichen Höhen der Anschlussgebäude.

Tragendes Element ist ein versteckter Aluminium-Hohlkastenträger, der die Rahmen trägt und die Lasten auf die Bestandsbauten minimiert. Die leichte Konstruktion aus Aluminium und Edelstahl wurde vorfabriziert und per Kran eingehoben, um Eingriffe in das denkmalgeschützte Opernhaus und Störungen im Straßenraum zu vermeiden.

Symbolik und Wirkung

Die Drehbewegung der Brücke evoziert die Fluidität und Grazie des Balletts und macht die Funktion der Nutzerinnen und Nutzer architektonisch lesbar. Zugleich ist sie als eigenständiges, ikonisches Element in der Skyline von Covent Garden wahrnehmbar. 2024 erhielt das Projekt den „Test of Time Award“ von Architecture Today – eine Würdigung seiner anhaltenden architektonischen Qualität.


Zeitgenössische Architektur monochrome

Die Aufnahme wurde im Finanzviertel (City of London) an der Kreuzung der Straßen Bishopsgate und Primrose Street gemacht. 

  • Bereich: Das Ensemble gehört zum Broadgate-Komplex, dem größten zusammenhängenden Fußgänger- und Geschäftsviertel Londons.
  • Besonderheit: Die Gebäude wurden auf einer massiven, künstlichen Plattform direkt über den aktiven Bahngleisen der hochfrequentierten Liverpool Street Station errichtet. 
  • Kino-Fakt: Der markante Broadgate Tower im Hintergrund diente im James-Bond-Film Skyfall (2012) als Kulisse für einen in Shanghai spielenden Wolkenkratzer. 

Der gesamte zweiteilige Komplex (bestehend aus der 12-stöckigen, geschwungenen Glasfront von 201 Bishopsgate rechts im Bild und dem 164 Meter hohen Broadgate Tower im Hintergrund) wurde von einem der weltweit renommiertesten Architekturbüros entworfen.

Skidmore, Owings & Merrill (SOM) 

  • Das BüroSOM ist ein legendäres US-amerikanisches Architektur- und Ingenieurbüro, das für einige der berühmtesten Wolkenkratzer der Welt verantwortlich zeichnet
  • Fertigstellung: Der Komplex wurde zwischen 2005 und 2008/2009 errichtet. 

Science Museum

Das erste SW-Foto zeigt Besucher, die vor dem Eingang des Science Museum an der Exhibition Road im Londoner Stadtteil South Kensington warten. 

Das Science Museum gehört zu den bedeutendsten Museen für Wissenschaft, Technologie und Industrie weltweit.

Es befindet sich in der Exhibition Road in London, direkt neben anderen bekannten Museen wie dem Natural History Museum.


Royal Bayswater Hostel

Das war meine Unterkunft in einem Londoner Hostel. Man sollte unbedingt auf den Buchstaben „s“ im Namen achten. Unten links bzw. unten rechts war meine Koje.


Abendspaziergang

„Lichter der Großstadt“ – mit kleinem Gepäck und ebensolcher Kamera bin ich im abendlichen, weniger nächtlichen, London unterwegs.

Der legendäre Marquee Club wurde tatsächlich im Jahre 2008 noch geschlossen.


28.03.2008

Greenwich

Greenwich liegt am Südufer der Themse und wirkt trotz seiner Nähe zum Zentrum wie eine eigene Welt. Zwischen historischen Gebäuden, weitläufigen Parkanlagen und dem Fluss entfaltet sich ein London, das von Seefahrt, Wissenschaft und königlicher Vergangenheit geprägt ist.

Herzstück des Viertels ist das UNESCO-Weltkulturerbe Maritime Greenwich.

Das Old Royal Naval College mit seinen eindrucksvollen Kuppeln und der prachtvollen Painted Hall erinnert an die große maritime Tradition Großbritanniens.

Über den Greenwich Park führt der Weg hinauf zum Royal Observatory. Hier verläuft der berühmte Nullmeridian, der die östliche von der westlichen Erdhalbkugel trennt. Wer mit einem Fuß in jeder Hemisphäre steht, erlebt einen ebenso berühmten wie spielerischen Moment. Zugleich eröffnet sich von der Anhöhe ein großartiger Blick über die Themse, die Docklands und Londons moderne Skyline.

Das Bild von mir ist echt komplett bescheuert. ich stehe da, wie ein begossener Pudel. Dabei hat es nur etwas genieselt.


Canada Water Station

Canada Water Station liegt im Londoner Stadtteil Rotherhithe und verbindet die Jubilee Line mit der London Overground. Die 1999 eröffnete Station entstand im Zuge der Erneuerung der Docklands und trägt den Namen des nahe gelegenen Sees, der aus einem ehemaligen Hafenbecken hervorging. Architektonisch prägt eine große gläserne Rotunde den Eingang. Tageslicht fällt tief in die unterirdischen Bereiche.

Heute ist Canada Water ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und zugleich Zugang zu einem vielseitigen Viertel zwischen Wasser, Wohnbauten und moderner Stadtentwicklung.

Zu diesem Zeitpunkt nieselte es tatsächlich immer noch. Später sollte es tatsächlich auch wieder einen blauen Himmel über London geben.


Im Bereich Tate Modern

Millennium Bridge: Londons moderne Verbindung

Die Millennium Bridge überspannt die Themse – mehr oder weniger elegant – und verbindet seit 2000 die Tate Modern mit der City of London und St. Paul’s Cathedral.

Entworfen wurde die 325 Meter lange Fußgängerbrücke von Foster + Partners gemeinsam mit dem Bildhauer Anthony Caro und dem Ingenieurbüro Arup. Ihr minimalistisches Konzept verzichtet auf hohe Türme. Flache Stahlseile und zwei Y-förmige Pfeiler halten den Steg scheinbar schwerelos über dem Wasser. Nach anfänglichen Schwingungen – die ihr den Spitznamen „Wobbly Bridge“ einbrachten – wurde die Konstruktion technisch optimiert.

Heute steht die Millennium Bridge für eine zeitgemäße Verbindung von Architektur, Kunst und Ingenieurskunst. Gleichzeitig eröffnet sie eindrucksvolle Perspektiven auf Londons Skyline und macht den Weg zwischen Kultur, Geschichte und urbanem Leben selbst zum Erlebnis.

Tate Modern

Die Tate Modern bildet das kulturelle Gegenüber der Millennium Bridge. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Bankside Power Station, deren industrielle Architektur von Herzog & de Meuron in einen offenen Raum für moderne und zeitgenössische Kunst verwandelt wurde.

Besonders eindrucksvoll ist die gewaltige Turbinenhalle, in der großformatige Installationen ihre volle Wirkung entfalten. Mit dem markanten Blavatnik Building erhielt die Tate Modern 2016 eine zusätzliche architektonische Erweiterung und neue Ausstellungsflächen. So verbindet der Ort industrielle Vergangenheit mit experimenteller Gegenwartskunst – ein urbaner Wandel, der den gesamten Bereich an der Themse prägt. Die Sammlung internationaler Kunst ist teilweise kostenlos zugänglich.

Auch hinter der Tate Modern kann man zeitgenössische Architektur entdecken.


Architektur monochrome

Die Albert Buildings stehen an der markanten Dreieckslage von Queen Victoria Street, Cannon Street und Queen Street in der City of London.

Der 1871/72 errichtete Office Block ist ein herausragendes Beispiel viktorianischer Geschäftshausarchitektur. Seine reich ornamentierten Natursteinfassaden, gestaffelten Arkaden und dicht gereihten Rundbogenfenster verleihen dem Gebäude eine ungewöhnlich plastische Wirkung. Besonders prägnant ist die gerundete Ecklösung, die den Straßenraum elegant fasst.

Der ursprünglich als Bürogebäude errichtete Bau steht heute unter Denkmalschutz. Albert Buildings verbinden damit historische Präsenz und aktuelle urbane Nutzung mitten im geschäftigen Zentrum Londons.


Harrods – Detail


James Stirling Architektur

No. 1 Poultry von James Stirling ist ein postmodernes Büro- und Geschäftshaus in der City of London, das 1997 – fünf Jahre nach Stirlings Tod – fertiggestellt wurde. Das markante Gebäude an der Kreuzung zur Bank of England besticht durch seine kräftige Farbigkeit: ineinander verschachtelte Blöcke aus rosafarbenem und gelbem Kalkstein gliedern die Fassade in Streifen und Farbflächen.

Ursprünglich war auf dem Areal ein Mies-van-der-Rohe-Turm nach dem Vorbild des New Yorker Seagram Building geplant; Stirlings Entwurf setzte sich jedoch als postmoderne Ikone durch. Heute beherbergt das Haus unter anderem das Dachrestaurant Coq d’Argent und steht im Fokus von Diskussionen um Denkmalschutz, da Teile des ursprünglichen Designteams eine Listung durch Historic England befürworten, um Umbaupläne zu verhindern.

Stirlings spätvollendetes – posthumes – Werk gilt als wichtiger Beitrag zur britischen Architektur der 1990er-Jahre.


29.03.2008

Royal Bayswater Ho(s)tel


Selfridges

Das Bild zeigt die berühmte Uhr „The Queen of Time“ (Königin der Zeit) an der Fassade des Kaufhauses Selfridges in der Oxford Street in London, geschaffen von dem Bildhauer Gilbert Bayes im Jahr 1931. 

20080329 London Canon IXUS 70 © Gerald Langer 406 - Gerald Langer

Guards Crimean War Memorial

Das auf dem Bild gezeigte Guards Crimean War Memorial steht am Waterloo Place in London und erinnert an die im Krimkrieg (1853–1856) gefallenen Soldaten der Garde. 

Standort: Waterloo Place, nahe Pall Mall und Regent Street, im Zentrum von London.

Das Hauptdenkmal wurde im Jahr 1861 enthüllt und nach Entwürfen des Bildhauers John Bell erbaut. Später wurde das Ensemble durch Statuen wie die von Florence Nightingale und Lord Sidney Herbert ergänzt.

20080329 London Canon IXUS 70 © Gerald Langer 408 - Gerald Langer

Royal Automobile Club

Das Bild zeigt die klassizistische Fassade des Royal Automobile Club in der Pall Mall in London. 

Der Club wurde bereits 1897 von Frederick Richard Simms als Automobile Club of Great Britain and Ireland gegründet. Den königlichen Status erhielt er 1907 durch ein Dekret von König Edward VII.

Das prachtvolle Gebäude wurde von Charles Mewès und Arthur Davis entworfen und 1911 eröffnet. Die beiden Architekten erlangten weltweite Berühmtheit, da sie unter anderem auch die legendären Ritz-Hotels in Paris und London gestalteten. 

20080329 London Canon IXUS 70 © Gerald Langer 409 - Gerald Langer

Die Bilder zeigen den Sainsbury-Flügel der National Gallery am Trafalgar Square in London

Entworfen von Robert Venturi und Denise Scott Brown ist die Erweiterung ein berühmtes Beispiel für postmoderne Architektur vor der Jahrtausendwende. Das Gebäude wurde im Jahr 1991 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Es dient als Erweiterungsbau der National Gallery und zeigt vor allem ältere europäische Malerei.


Abschied nehmen von London

Trafalgar Square und Big Ben nochmals genießen, bevor mich der Flieger wieder nach Frankfurt am Main bringt.


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