Indien – Rajasthan: Udaipur (15.11.2016)

Indien – Rundreise Rajasthan

Etappe: Bhenswara – Ranakpur – Udaipur
Datum: 15.11.2016
Veranstalter: Berge und Meer



Von Bhenswara über Ranakpur nach Udaipur

Eine Reise durch Rajasthans architektonische und landschaftliche Schätze

Die Route von Bhenswara über Ranakpur nach Udaipur führt durch das Herz des südlichen Rajasthan und verbindet ländliche Idylle mit einigen der beeindruckendsten architektonischen Meisterwerke Indiens.

Bhenswara – Das Tor zum ländlichen Rajasthan

Bhenswara, gelegen im Distrikt Chittorgarh, dient als idealer Ausgangspunkt für diese Reise. Das kleine Dorf bietet einen authentischen Einblick in das ländliche Leben Rajasthans, weit entfernt von den Touristenpfaden. Die Umgebung ist geprägt von sanften Hügeln der Aravalli-Kette und traditioneller Landwirtschaft, die seit Jahrhunderten unverändert scheint.

Ranakpur – Ein Wald aus 1.444 Marmorsäulen

Etwa 90 Kilometer nordwestlich von Bhenswara erhebt sich in einem bewaldeten Tal der Aravalli-Hügel eines der außergewöhnlichsten Bauwerke des indischen Subkontinents: der Jain-Tempel von Ranakpur. Der im 15. Jahrhundert unter der Patronage von Rana Kumbha von Mewar errichtete Tempel ist ein Meisterwerk der Māru-Gurjara-Architektur.

Das Chaumukha-Tempelgebäude, gewidmet dem ersten Tirthankara Adinatha, erstreckt sich über 48.000 Quadratfuß weißen Marmors. Das Bemerkenswerteste: 1.444 individuell gearbeitete Marmorsäulen füllen den Hauptraum – keine einzige gleicht der anderen. Jede Säule ist von der Basis bis zur Decke mit floralen Motiven, Gottheiten, Elefanten und geometrischen Mustern verziert

Das Lichtspiel durch das transluzente Marmor verwandelt den Innenraum im Laufe des Tages. Die Säulen wechseln ihre Farbe von golden zu blassblau.

Vier identische Gesichter der Adinatha-Statue im zentralen Sanctum blicken in die vier Himmelsrichtungen – ein Symbol für die Ausbreitung des Jain-Dharma über den Kosmos. Für Nicht-Jain-Gläubige ist der Tempel von 12 bis 17 Uhr zugänglich, da die Morgenstunden den Ritualen vorbehalten sind.

Udaipur: Die Stadt der Seen

Die rund 90 Kilometer lange Weiterfahrt nach Südwesten führt in die „Venedig des Ostens“: Udaipur. Die 1559 gegründete Stadt besticht durch ihre Lage an mehreren künstlichen Seen, darunter der berühmte Lake Pichola.

Zu den architektonischen Highlights zählen der City Palace, eine weitläufige Palastanlage direkt am Ufer, der Jagdish-Tempel mit seiner kunstvollen Steinschnitzerei und die Bagore Ki Haveli, die einen Einblick in das königliche Leben bietet.

Besonders am Abend verwandelt sich die Stadt. Die beleuchteten Paläste spiegeln sich im Wasser, während traditionelle Bootsfahrten auf dem See ein fast märchenhaftes Ambiente schaffen.


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