Indien – Rajasthan: Agra (21.11.2016)

Indien – Rundreise Rajasthan

Agra – Taj Mahal – Das Rote Fort
21.11.2016
Veranstalter: Berge und Meer



Agra

Agra liegt am Ufer des Yamuna und zählt zu den bedeutendsten historischen Städten Indiens. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum des Mogulreiches und unter verschiedenen Herrschern zeitweise dessen Hauptstadt.

Noch heute erzählen das Taj Mahal und das Rote Fort von jener Epoche Indiens, in der Macht, Religion, Kunst und Architektur zu einer außergewöhnlichen Synthese fanden.

Taj Mahal

Das berühmteste Bauwerk Agras ist zweifellos das Taj Mahal. Kaiser Shah Jahan ließ das monumentale Mausoleum nach dem Tod seiner Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten. Der Bau begann 1631 und war etwa 1648 vollendet. Der vollständig mit weißem Marmor verkleidete Zentralbau erhebt sich auf einer großen Plattform, flankiert von vier schlanken Minaretten. Seine ausgewogenen Proportionen, die feinen Einlegearbeiten aus farbigen Steinen und die kalligrafischen Ornamente machen das Taj Mahal zu einem Meisterwerk der indo-islamischen Architektur. Seit 1983 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Besonders eindrucksvoll ist der Blick durch das monumentale Eingangstor: Hinter dem dunkleren Torbogen öffnet sich der symmetrische Garten, an dessen Ende das Mausoleum wie eine helle Erscheinung steht. Je nach Tageszeit verändert der Marmor seine Wirkung. Im Morgenlicht schimmert er rosig, am Mittag erscheint er fast blendend weiß, während er im Abendlicht warme, goldene Töne annimmt. Das Taj Mahal ist daher nicht nur ein Bauwerk, sondern auch ein fein komponiertes Spiel aus Licht, Raum und Landschaft. Sicherlich ein Highlight jeder Indienreise.

Das Rote Fort

Eine solche Dichte von Attraktionen hatten wir bei unserer Indienreise selten.

Wenige Kilometer entfernt liegt das Rote Fort von Agra. Kaiser Akbar begann den Bau der gewaltigen Festungsanlage 1565. Die bis zu 2,5 Kilometer lange Umfassungsmauer aus rotem Sandstein umschließt eine einstige imperiale Stadt mit Palästen, Höfen, Moscheen und Audienzhallen. Spätere Herrscher, insbesondere Shah Jahan, ergänzten die Anlage durch marmorne Bauwerke wie den Khas Mahal und den Diwan-i-Khas.

Das Fort besitzt auch eine bewegende persönliche Geschichte. Nachdem Shah Jahan von seinem Sohn Aurangzeb entmachtet worden war, soll er im sogenannten Musamman Burj festgehalten worden sein. Von dort aus konnte er über den Yamuna hinweg das Taj Mahal sehen – das Grabmal seiner Frau und zugleich sein eigenes großes Vermächtnis.

Agra verbindet somit zwei gegensätzliche Ausdrucksformen mogulischer Architektur:

Das wehrhafte, machtvolle Fort aus rotem Sandstein und das scheinbar schwerelose Taj Mahal aus weißem Marmor. Gemeinsam bilden sie ein einzigartiges städtebauliches und kulturelles Ensemble, in dem sich die Geschichte des Mogulreiches bis heute unmittelbar erleben lässt.


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