
Helmut Fricke
Ausstellungslaufzeit: 11.09. – 30.09.2026
Ausstellungort: Massif Central im Bethmannshof Frankfurt
Homepage: https://www.helmut-fricke.com
Wo warst Du am 11.09.2001?
Wahrscheinlich kann jeder von uns diese Frage erstaunlich präzise beantworten.
Die Ereignisse in den USA, insbesondere in New York, sind seit nunmehr 25 Jahren in das kollektive Gedächtnis eingraviert. Jede Menge ist über diesen besonderen Tag im Nachgang berichtet worden, wilde Spekulationen blieben dabei auch nicht aus.
Ich darf an der Stelle den Podcast WO WARST DU von Anja Reich und Alexander Osang, beide Journalisten, erwähnen, die am 11. September 2001 mit ihren Kindern in Brooklyn, New York lebten.
Er bestätigt die Bilder von einem zunächst strahlend blauen Himmel an einem warmen Spätsommertag, die auch auf unsere Bildschirme transferiert wurden. Die Leichtigkeit des Vormittags in der US-amerikanischen Metropole schlug dann allerdings von einem Moment auf den anderen in eine – weltweit in Echzeit übertragene -Katastrophe um, als zwei Flugzeuge nacheinander in die beiden Türme des Word Trade Center einschlagen.
Alexander Osang, als Reporter beim Spiegel beschäftigt, rennt zu den brennenden Türmen, Anja Reich bleibt bei den Kindern.
Mehr möchte ich nicht verraten. Unbedingt anhören, solange dieser Podcast noch verfügbar ist.
Helmut Fricke: Der zufällige Chronist von 9/11
Helmut Fricke, langjähriger Fotojournalist der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), wurde am 11. September 2001 zum unmittelbaren Augenzeugen der Terroranschläge auf das World Trade Center, obwohl er eigentlich nur zur Ablichtung der New York Fashion Week in die Stadt gereist war.
Als die erste Maschine in den Nordturm krachte, befand sich Fricke lediglich wenige hundert Meter vom Ground Zero entfernt. Statt geplanter Laufsteg-Motive hielt er in den folgenden Stunden und Tagen das Entsetzen, die Tragödie, die Erschöpfung, aber auch den Zusammenhalt und die Hoffnung der Menschen fest. Mit seiner analogen Leica fotografierte er zehn Tage lang inmitten von Staub, Chaos und Trümmern in Lower Manhattan.
Bildsprache zwischen Schock und Menschlichkeit
Frickes Schwarz-Weiß-Aufnahmen bestechen durch ihren dokumentarischen, ja auch körnigen analogen Charakter und zeigen den 11. September aus seiner unmittelbaren, intuitiven Perspektive. Auch einige Farbfotos, die nicht weniger prägnant sind, werden präsentiert.
Titel wie „Breathless in Hell“, „Fire and Steel“ oder „Broken Giant“ verweisen auf die existenzielle Dimension des Erlebten. Seine Bilder bildeten das Fundament der FAZ-Berichterstattung in den Tagen nach den Anschlägen und gelten als eine der bedeutendsten europäischen fotodokumentarischen Zeugnisse des fürchterlichen Ereignisses.
Späte Öffentlichkeit: Ausstellung und Edition
25 Jahre später, pünktlich zum Jahrestag im September 2026, präsentierte helmut Fricke sein fotografisches Vermächtnis erstmals in der Ausstellung „9/11 – Under Attack“ im Frankfurter Kulturzentrum Massif Central im Bethmannhof.
Zeitgleich wurden ausgewählte Motive als limitierte Fine-Art-Editionen auf Hahnemühle-Papier über die Plattform MyArt Registry veröffentlicht.
Ein Vermächtnis gegen das Vergessen
Helmut Fricke hat mit seinen Aufnahmen nicht nur ein historisches Dokument geschaffen, sondern auch eine persönliche Verarbeitung des Schocks geleistet.
Seine Bilder erinnern daran, dass hinter den Schlagzeilen von 9/11 konkrete Menschen stehen – Opfer, Helfer, Überlebende, Zeugen.
In einer Zeit, in der Bilder zunehmend digital und flüchtig werden, bewahren Frickes analoge Fotografien eine besondere Authentizität und Eindringlichkeit.
Die Welt hat sich nach 9/11 verändert. Nicht alles kann man auf diesen Terror zurückführen, aber Mißtrauen ist gesät, in Anbetracht der geopolitischen Lage auch nicht ganz von der Hand zu weisen.
Ausgeschlossen ist es nicht, dass sich ein derartiges Ereignis wiederholen kann. Das macht sicherlich nicht nur mir Angst.
Helmut Fricke ist schon einige Jahre im Ruhestand, fotografiert aber weiter. Sein Arbeitsfeld sind vorrangig Portraits. Den Glauben und das Interesse am Menschen hat er trotz dieser schrecklichen Ereignisse offensichtlich nicht verloren.

Bilder (Impressionen) einer Ausstellung








Anschrift /Kontakt
Massif Central im Bethmannshof
Bethmannstraße 7-9
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 0049 160 1413865
E-Mail: info@massifcentral.rocks
Öffnungszeiten
Helmut Frickes Fotografien zum Terroranschlag in New York sind noch bis Ende September im Frankfurter Kulturzentrum Massif Central im Bethmannhof zu sehen.
Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Mo 11-16 Uhr, Di-Sa 11-21 Uhr.